first love.

Musik.
Meine erste große Liebe.
Es gibt sie.
Diese eine Leidenschaft,
die ewig anhält.
Dieses eine „für immer und ewig“
Verrückt nach dieser einen Liebe.

Ich steige ins Auto.
Freiheit hinter verschlossenen Türen.
Lautstärke auf Maximum.
Und noch viel weiter.
Ich singe mit.
Mit allem, was ich habe.
Maximum plus.
Ein Lächeln.
Noch eines.
Ich bin sicher.
Hier will ich nie wieder weg.

Trete das Gaspedal tiefer.
Die Welt da draußen wird größer.
Kleiner zugleich.
Weiter.
Alles ist nah.
Fern zugleich.
Lichter. Menschen. Autos.
Irgendwo dazwischen ich.
Berauscht.
Von diesem einen Moment.

Längst bin ich am Ziel.
Aussteigen unmöglich.
Der Song läuft noch.
Ich drehe noch ein paar Runden.
Noch eine.
Nur um jede einzelne Zeile,
jeden noch so kleinen Ton,
aufzusaugen.

Der Song ist zu Ende.
Ich steige aus.
Drehe mich noch einmal um.
In dem Wissen, dass dies kein Abschied ist.
Immer noch mit diesem einen Lächeln.

und am fenster klebte liebe.

Tage sind nicht gleich Tage. So wie Kaffee nicht gleich Kaffee und Schokolade nicht gleich Schokolade ist. Manche Tage sind Matschepampe. Unheimlich schwer, den Kaffee zu unterscheiden. Alles schmeckt gleich. Duftet gleich. Sieht gleich aus. Überall alles nichts. Analog-Käse auf dem Aufbackbrötchen. Containertage. Dann gibt es aber auch Tage, an denen der kleine Tisch am Fenster des unscheinbaren Cafés um die Ecke Venedig ist. Cantuccini die Steigerung von Genuss. Himmelblautage. Rosarotdurchzogen. An Himmelblautagen regnet es manchmal kleine Herzen aus den Wolken. Von dem Fensterplatz aus kann man die Liebe mit ein bisschen Glück beim Fliegen beobachten. Momentaufnahme. Der Duft von frisch gerösteten Kaffeebohnen erfüllt den Raum. Ein Herz wird von einem sanften Windstoß durch die Luft gewirbelt und landet auf der Fensterscheibe. Am nächsten Tag klebt es noch immer dort. Manchmal ist das vermeintlich unscheinbare Café in Wirklichkeit Venedig. Manchmal ist die Liebe näher als sie scheint. Liebe findet ihren Weg. An Himmelblautagen. Rosarotdurchzogen.