fast car mit melancholieantrieb.

…You got a fast car
I want a ticket to anywhere
Maybe we make a deal
Maybe together we can get somewhere
Any place is better
Starting from zero, got nothing to lose
Maybe we’ll make something
But me, myself, I got nothing to prove…

…singt mir Tracy Chapman seit einer guten halben Stunde immer wieder ins Herz. Und ich frage mich, wo steht dieser Wagen bloß? Ich will auch ein fast car. Ein Ticket to anywhere. Any place.

Der Kalender schreibt Januar. Der Schnee ist längst nicht mehr weiß. Die letzten Reste werden bald schmelzen. Morgen. Übermorgen. Vielleicht. So schnell er kam, löste er sich wieder im Nichts auf. Dabei hätte ich mich so gerne noch in die weiße Decke gelegt. Mehr Spuren hinterlassen. In den Himmel geschaut. Ein paar Flocken in ein Schraubglas gelegt. In der Kühltruhe aufbewahrt. Für Abende wie heute. Stattdessen Lippenstiftspuren am Weinglas.

Nichts macht mich melancholischer als Rotwein. In Verbindung mit fast car. Auch nächstes Jahr an irgendeinem Januarabend werde ich melancholisch sein. Und das Jahr darauf. Ein Naturgesetz. Ich werde mich fragen, wo dieses verdammte Auto steht. Und sollte ich es jemals finden, wird es schnell genug sein. Und dann werde ich den Tank mit Melancholie füllen. Einfach losfahren. Und den Schneeflocken hinterherjagen. Und ein paar einfangen. Nothing to lose.

 

Werbeanzeigen

ein hauch.

ein Hauch Sehnsucht
ein winzig kleiner Hauch
einer Krone gleich
in der heute
Träume von morgen aufschäumen
winzig kleine Partikel Glück
ein Hauch Hoffnung
vom Meer angespült
warme Gedanken
im glasklaren Wasser
irgendwo strandend
zwischen Ebbe und Flut
ein kleiner Traum
ein Spiegelbild
auf der Oberfläche
der Melancholie
auf dem Grund ein Hauch
von einem Glitzern