himmelzählen.

Manchmal frage ich mich, wo du gerade bist

ob du wohl auch gerade im Regen stehst

in den Himmel schaust und die Sterne zählst

eins, zwei, drei, vier, bis zum Mond und zurück

komm, steigen wir in den großen Wagen und lassen uns von den Träumen tragen

und einfach mal nichts sagen

nur schweigen und den Moment genießen

und mit unseren Fingerspitzen die Konturen des Mondes nachziehen

heute gibt es kein morgen, keine Zeit und keine Sorgen

wir legen uns in den Moment und lassen uns treiben

stranden irgendwo im Nachthimmel, wo uns keiner findet und

bleiben

betrinken uns an der Musik, die nur für uns spielt

und fliegen im Takt dieser Beats

wie viele Himmel noch bis zur Unendlichkeit?

 

 

 

Es ist der 31ste Herbst. Den Sommer vermisse ich nicht. Aber ich freue mich auch nicht auf den Winter. Ich bin ein Herbstkind. Geboren im goldenen Oktober. Und trage Silber. Kein Pullover kann mich wärmen. Selbst der dickste Mantel ist zu dünn. Die Kälte ist unerträglich. Ich bin (k)ein Herbstkind. Ich mag die Farben der Blätter, die draußen gerade – jetzt in diesem Moment – von den Bäumen fallen. Ich schließe die Augen und höre sie fallen. Blatt für Blatt. Ich trage schwarz. Ich bin kein Herbstkind. Ich bin die Jahreszeiten. Ich blühe auf. Verbrenne. Falle. Und gefriere. Es ist immer wieder dasselbe. Es ist unmöglich, alles auf einmal zu sein. Oder beständig zu sein. Die Dinge kommen und gehen. Der Wind legt sich kalt in meinen Nacken. Ich ziehe die Schultern an und laufe die Herzwände hoch. Sind wir schon da?