fallen. lassen.

Mit angewinkelten Beinen springe ich. Ich springe. Und springe. Die Arme weit ausgestreckt. Flügel für den Augenblick. Die Leichtigkeit mit aller Kraft zusammengenommen. Mit geschlossenen Augen springe ich. So hoch ich kann. Den Himmel atmend. Is the sky the limit? Ich öffne die Augen. Betrachte meinen eigenen Schatten. Von hier oben sieht er winzig aus. Noch ein Sprung bis zu mir selbst. Und dann lasse ich mich fallen. Fallen in dem Wissen, dass ich aufgefangen werde. Ein Gefühl, das das Erreichen unendlicher Höhen möglich macht. Sanftes Fallen wie ein Blatt. Aufgefangen vom Wind. So hoch wir auch springen, so tief können wir fallen. Harter Aufschlag oder sanfte Landung. Am Ende kommt es nur darauf an, ob da Wind ist. Und ob du den Wind spürst.

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15 Gedanken zu “fallen. lassen.

  1. Der Gedanke an „Fallen“ ist für mich ein schwieriger. Er spielt in vielen meiner nicht guten nächtlichen Träume eine Rolle. Weil das so ist, habe ich auch Angst vor dem Fliegen. –

    Aber ich kan mir vorstellen, dass Menschen, die diese Angst nicht kennen, sich frei fühlen können. Und dass, wenn es zur Gewissheit geworden ist, dass da etwas oder jemand ist, der einen auffängt, keine Sorge dieses Freiheitsempfinden trübt. – Das muss sehr schön sein – jedenfalls ahne ich es durch Deine Zeilen hier …

    Meine schönsten Grüß0e an Dich!

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    1. Ich denke, „Fallen“ ist ein ziemlich großer Begriff und auf unterschiedlichste Weise zu verstehen. Jeder interpretiert das sicher anders. Für manche Menschen kann schon „sich ein ganz klein wenig gegenüber jemandem öffnen“ Fallen lassen bedeuten. Ich denke auch, dass Fallen lassen können eine große Herausforderung ist. Ich wünsche dir, dass du deine Angst vor dem Fliegen irgendwann überwinden kannst. Das eine zieht das andere wohl immer nach sich. Wenn wir es schaffen, gewisse Ängste zu überwinden, können wir manche Dinge erst (wahrhaftig) erleben. Fliegen kann so schön sein. Ich denke auch, dass wir dennoch Angst vor dem Fallen haben, selbst wenn wir dazu fähig sind, uns fallen lassen zu können. Diese Angst wird wahrscheinlich immer bleiben. Auch wenn wir wissen, dass da jemand oder etwas ist, der oder das uns auffängt. Aber das, was wir gewinnen können an Erfahrungen, an Emotionen, Momenten und Gefühlen.. dafür lohnt es sich. Stück für Stück. Alles zu seiner Zeit.

      Alles Liebe und gute Träume heute Nacht!

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  2. Fallen lassen – der Mensch will sich gerne Fallen lassen in der Gewissheit aufgefangen zu werden. Aufgefangen vom Partner, von Freunden – vom Leben. Es gibt ein Sprichwort: „Wer hoch steigt kann tief fallen.“ Aber manchmal will man auch schwerelos steigen um sich danach wohlig fallen lassen zu können. Der Mensch braucht sicher Höhen und Tiefen – aufsteigen und fallen – um geerdet zu bleiben.

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    1. Ist das so? Dass wir Höhen und Tiefen brauchen, um geerdet zu bleiben? Und wenn ja, in welchem Maße? Heben wir automatisch ab, wenn wir uns über einen langen Zeitraum nur oben befinden? Bedeutet das im Endeffekt, dass wir die Mitte leben?

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  3. Das Limit ist der menschliche Geist.
    Was wäre, wenn es gar kein oben oder unten gäbe, sondern wir bereits im Wind schweben?
    Was wäre, wenn wir unsere Wahrnehmung/Gedanken/Erfahrungen/Geschichte glauben und uns mit mit ihr identifizieren?
    Was wäre, wenn wir in dem Fallen erkennen würden, dass es kein Fallen, sondern die Identifikation mit unseren Gedanken ist was gerade passiert?
    Was wäre, wenn wir einfach „dem Wind“ vertrauen würden – der sowieso schon immer da war und ist und immer sein wird?

    Der Verstand benötigt Rahmen/Grenzen sonst kann er sich nichts vorstellen.
    Unendlichkeit ist nicht vorstellbar… und doch scheinen wir (irgendwo in uns) eine Idee von Unendlichkeit zu haben…

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  4. Dann wären wir vermutlich wir selbst. Irgendwann haben wir uns von uns selbst abgespalten. Unserem wahren Selbst. Wahrscheinlich als wir als Kinder aufhörten im Regen zu tanzen, weil uns jemand sagte, dass man das nicht tut. So war auch das Vertrauen zum Wind dahin. Er konnte uns nicht helfen. Die Verbindung war bereits unterbrochen. Warum ist es so schwer diesen Prozess umzukehren? Was haben wir schon zu verlieren?

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