Sein.

Komm, lass‘ uns ans Meer fahr’n.
Lass uns ausbrechen, an verlassenen Bahnsteigen stehen und abfahrenden Zügen zusehen.
Lass‘ uns in Melancholie versinken und am hellichten Tag Sterne am Himmel finden.
Und sie vom Himmel holen.
Lege sie dir zu Füßen.
Lass‘ uns alles aus der Bahn werfen und uns dazu legen,
Lass‘ uns grauen Tagen trotzen und den Himmel bunt malen, während wir Hand in Hand durch Pfützen hüpfen.
Lass‘ uns all die Sorgen und Ängste ablegen und hoch hinaus über unsere Schatten springen.
Lass‘ uns im Regen tanzen und auf dem Wasser laufen,
auf die höchsten Bäume klettern und die Aussicht genießen, während unsere Gedanken wie erste Knospen im Frühling auf Blumenwiesen sprießen.
Lass‘ uns keine Pläne schmieden
und auch keine Erwartungen erfüllen und stattdessen einfach den Moment leben.
Lass‘ uns demaskieren,
Mauern einreißen,
lass uns Fassaden durchbrechen und dahinter verzauberte Orte, an denen Traumtänzerinnen zu dem Takt unserer Herzen ihren Tanz tanzen, finden.
Lass‘ uns jede einzelne Note der Musik fühlen und sie sanft mit unseren Fingerspitzen berühren.
Lass‘ uns ins Wasser fallen und auf Wellen treiben.
Lass uns auf Herzrasen stranden und dort bis zum Sonnenuntergang bleiben.
Lass‘ uns den Horizont berühren und den Sommerwind auf unserer Haut spüren.
Lass‘ uns das Leben atmen,
die Welt mit dem Herzen sehen,
lass‘ uns Luftschlösser in Wolken bauen, in denen unsere Träume leben, die wir dann leben.
Lass‘ uns sein.
So wie wir sind und so bleiben.
Und ans Meer fahr’n.
Komm, lass‘ uns ans Meer fahr ’n.

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5 Gedanken zu “Sein.

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